Zum stummen Barden

Zum Stummen Barden 2 – Von Göttern, Rüben und Gerechtigkeit - 20.06.-22.06.2014

Reisegesellschaft: Frayda, Lucius, Marquardt, Morgan, Niob, Samantha, Tormund

Und so kam es, daß die Reisegesellschaft um Marquardt auf der Rückreise von ihrem Salzhandelauftrag in die Nähe der Taverne zum stummen Barden in Weitfurth kam. Etwas übernächtigt, durch den Verlust des Reisezeltes am letzten Nacht(ge)lage(r) und natürlich immer durstig nach Bier stimmte die Gesandschaft Morgan’s Vorschlag nur zu gerne zu und folgete ihm zum stummen Barden.
Morgan kannte ja den Weg von Weitfurth aus in Richtung Heimat und er wußte, daß sie nicht zu weit von jenem kleinen Ort weg waren. Daher überzeugte er den Rest der Gruppe dort hin zu reisen.
Sie kamen am frühen Freitagabend an und machten sich, wie es für Uningaren typisch war, direkt auf den Weg in die Taverne. Nach einem erfrischenden Schluck Bier und erfolgreichen Verhandlungen von Thormund und Marquard war ihr Nachtlager in einer der Mietshütten gesichert.
Morgan und Samantha erkannten sofort wieder einige der Dorfbewohner und waren auch überrascht, daß der Fluch der auf dem Dorf und speziell dem Jäger des Dorfes lag immer noch nicht gebrochen war, sondern nur so umgangen wurde, daß der Jäger des Nachts eingesperrt wurde. Die Geschichte vom Fluch machte schnell die Runde durch die Taverne und so mußte Morgan etwas mehr über die Geschehnisse vor zwei Jahren berichten.
Am wenigsten von der Situation angetan schienen Lucius, Niob und Marquardt zu sein. Samantha ließ sich nichts anmerken, sie kannte ja den Fluch auch schon, und sowohl Thormund als auch Frajda schienen nicht sonderlich schockiert zu sein.
Aber der erste Abend verlief ohne großes Aufsehen. Morgan und Samantha trafen noch ein paar bekannte Gesichter, darunter vor allem Gobbo Gola und RicHar(ist OT). Dabei lernten sie auch Elias und Fiona kennen, Likör-Händler und „Kartenmagier“ und außerdem auch Gola’s Meister, den werten Nostrix. Sie stellten jene auch dem Rest ihrer Gesandschaft vor.
Es wurde gemeinsam mit den Wolfrix gespeißt und gesungen. Das Abendessen war gut, auch wenn es für Uningaren etwas spärlich und vor allem fleischlos war.
Nur ein kleiner Teil der anwesenden Gäste machte sich noch des Nachts auf, um einen der Schreine der ansässigen Götter zu besuchen und um Erlösung für den Fluch zu bitten. Der Schrein übergab eine Nachricht, die besagte, daß bei allen Schreinen der Götter eine Aufgabe zu erfüllen sei, um mit den Lösungen ein Mittel zu finden um den Fluch zu brechen.
Der Samstag war dann der geschäftigere Tag. Es gab morgens, kurz vor der Mittagszeit, einen gemeinsamen Gottesdienst der ansässigen Priesterin, bei der sie darum bat, daß die anwesenden Gäste doch bei der Bewältigung der Aufgaben helfen könnten.
So entschlossen sich die Uningaren bei der Aufgabe des Handwerksgottes zu helfen. Dabei mußte in einen Minenschacht vorgedrungen werden. Frejda war die Erste, die sich gemeinsam mit dem ansässigen Minör in den Schacht wagte und den ersten Durchbruch freilegte. Im nächsten Anlauf folgten Morgan, Thormund, Marquard und ein weiterer Abenteurer namens Hoches. In der Mine mußten wackelige Stege und enge Durchbrüche überquert werden. In einer ersten größeren Höhle fand Morgan, durch ein kleines Ungeschick, eine lose Steinplatte (ja er hat sie versehentlich eingetreten) und dahinter gut versteckt Zwergenbier. Der freudige vereinte Aufschrei über das (uralte) Bier erklang dermaßen lautstark, dass sich auch Lucius schnurrstracks auf den mühsamen Weg in die Miene machte, obwohl diese ihm gerade genug Platz bot sich hineinzuquetschen.
Doch zwei weitere Biegungen später mußte sich die „Bergbautruppe“ geschlagen geben und umdrehen, da sie ein Wandstück gefunden hatten, welches nur mit Sprengstoff überweunden werden konnte. Sobald die Höhle verlassen war, wurde sich darum gekümmert, daß eine Sprengladung hergestellt wurde. Gemeinsam mit Ellias, Gola und einem weiteren Reisenden konnte ein Sprengsatz erstellt werden, zu dem Samantha die Lunte flocht.
Dieser Sprengsatz wurde dann von Frejda, begleitet von Thormund, Ellias und Gola sowie dem Minör an Ort und Stelle gebracht und gezündet. Dahinter wurde dann ein weiteres Schriftstück gefunden, welches die Aufgabe vertiefte sowie etwas Tand und Erzgestein.
Der Nachmittag schritt etwas weiter voran und ein kleines Markttreiben fand sich ein, bei dem es vorzüglich Speis und Trank zu erwerben gab. Morgan entschloß sich auch einen etwas stärkeren Heiltrank zu erwerben um für den Fall der Fälle für die weitere Reise gewappnet zu sein.
Nach einiger Beratschlagung von verschiedenen Parteien, wurde festgestellt, daß zur Verwirklichung der Handwerksaufgabe etwas mehr Erz benötigt werden würde und so machten sich wieder Frejda, Thormund und Marquard, diesmal begleitet von Gola und Fiona auf den Weg in die Mine. Nach einiger Zeit kamen sie wieder heraus und hatten noch mehr Schriftstücke gefunden, die der Helfer bei der Erstellung der Bombe an sich nahm und versuchte zu entschlüsseln. Ebenso fanden sie einige Gesteinsbrocken, die genug Erz enthielten um die Aufgabe zu erledigen. Ein Anhänger respektive Amulett, der die Hauptgötter des Landes repräsentiert wurde gegossen (ein einfaches Dreieck, da es ja drei Götter sind).
Währenddessen hatte sich Thormund gemeinsam mit den Hausnachbarn der Uningaren zusammengetan und sah diesen zu, wie sie die Schriften, die noch in der Mine gefunden wurden, versuchten zu entschlüsseln. Dies gelang ihnen anscheinend Schritt für Schritt.
Nachdem alle Aufgaben erfüllt waren wurde nochmals zum Ersten Schrein gegangen um dort die endgültige Erlösung für den Fluch zu erbitten. Doch auch dieses Mal wurde sie noch nicht gewährt sondern eine letzte Queste gestellt. So wurde mit den Ritualvorbereitungen begonnen, welchen ein dämonenhaftes Wesen, namens „Der Richter“, in unsere Welt ziehen sollte, damit er besiegt werden kann und somit der Fluch gebrochen wird. Nach einer schier endlosen Zeit der Vorbereitung begann das Ritual am Friedhof, der in der vorherrschenden Meinung der am meisten ungeeignete Platz am Ort. Die ersten Zauber wurden gesprochen und Morgan versuchte noch den Rest der Uningaren auf das bevorstehende vorzubereiten. Doch seien wir ehrlich, auf das was bei so einem Ritual geschieht kann man sich nicht vorbereiten.
„Der Richter“ erschien und die Zweikämpfe im Ritualkreis begannen. Während im Inneren der Kampf intensiver wurde, erschienen immer wieder Geistgestalten, die versuchten das Ritual zu stören, indem sie einfach auf die Gräber losstürmten, teilweise auch mit Waffengewalt. Doch sobald sie den Ritualkreis mit Hilfe der Wachen umrundet hatten, waren sie friedlich und verschwanden wieder im Nebel, aus dem sie auch hervorgetreten waren. Nach einiger Zeit wurde „Der Richter“ zu Boden gezwungen und seine Wesenheit in ein geweihtes Gefäß gebannt. Dieses wurde von der ansässigen Priesterin in einem Ritual so geweiht, daß der Geist „Des Richters“ zerstört wurde.
Gerade als man sich bewußt war, daß die Gefahr vorbei zu sein scheint ertönte ein greller Schrei. In einem der Zelte war eine Frau umringt von einer „Dämonenschlange“. Diese konnte nach Aussagen von einem wissenden Krieger, der offensichtlich zu der Frau gehörte, nicht mit Waffengewalt besiegt werden. So kümmerten sich Ellias und Fiona, als geübte Redner, um die Schlange und konnten diese auch vertreiben.
So wurde abgerüstet, sich dem Abendmahl hingegeben, welches dieses mal auch den uningarischen Geschmack viel besser traf (da genug Fleisch darin enthalten war), gemütlich getrunken und gesungen und der Abend ruhig verbracht.
Am frühen Vormittag wurden, nach einem angemessenen Frühstück, die Abreisevorbereitungen getroffen, sich von neuen und alten Bekannten verabschiedet und sich dann auf dem Weg in Richtung Heimat gemacht, um noch rechtzeitig bei den Feierlichkeiten zur Hochzeit von Andres mit Lusianne anzukommen.

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