Uningaren auf Reisen

Die Würfel rollen wieder vom 10.-12.09.2010

Reisegesellschaft: Godiva, Marquardt, Rosie, Silas, Thade

An der diesjährigen Tavernen-Olympiade nahm die Vorhut des Barons Andres zu Freiendal, bestehend aus dem Söldner Thade, dem Salzhändler Marquardt, der Schwankmaid Rosie, der Magd Godiva und Silas, der nichts richtig kann, doch zu allem zu gebrauchen ist, teil. Der Baron selbst sowie sein Koch Ignatz, der Mietling Tamal und die weiteren Uningaren befanden sich zwei Tagesreisen hinter der Vorhut, sodass dieser nichts anders übrig blieb, als sich ohne die Anwesenheit der wahren Könner in den vielseitigen Disziplinen zu messen.

Feuerstelle

Nachdem das Lager aufgeschlagen und das Salzbierfass angezapft war, wartete die erste ernsthafte Prüfung auf das uningarische Gefolge: die Zubereitung des Nachtmahls erstens im Dunkeln und zweitens ohne Koch. Salzbutterbrot, Würste und Schwein vom Grill schmeckten schließlich (nicht nur aufgrund des unbändigen Hungers) köstlich und wurden mit einer ordentlichen Menge gut gekühlten Bieres hinuntergespült. Danach zogen die Uningaren in die Taverne. Hier tummelte sich allerlei lustiges Volk: Waldläufer, Kobolde, Seeleute von unterschiedlichem Range, seltsame menschliche Wesen ohne erkennbare Herkunft und schließlich sogar ein Sucher des Weltenportals. Nachdem alle Anwesenden bald von unserer freundlichen Gesinnung überzeugt waren (Wir zogen ihnen beim Würfelspiel das Geld aus dem Beutel und luden sie dafür auf das eine oder andere Gläschen Schnaps ein.), entspannte sich die Atmosphäre. Um offen zu sprechen: Der Abend endete in einem Saufgelage. Nach einer Flasche vom Besten und einer nicht messbaren Menge Biers begab sich die uningarische Reisegesellschaft zu Bette, gut gerüstet für all das, was am nächsten Morgen auf sie zukommen sollte.

Wettkampf

Mögen die Spiele beginnen! Nach dem Frühstück standen die ersten kräftezehrenden Disziplinen auf dem Turnierplatz an: Über-die-Planke-Ziehen, Schubsen, Stoßen, Baustamm-Werfen und Messer-Kampf. Mit einem ausreichenden Maß an stärkendem Bier und den wundervollen Schokoladen-Keksen des Erasmus von der Thann konnte Uninga einige äußerst wichtige Disziplinen für sich entscheiden. Nach einer kurzen Erholungspause, in der das Tropfbier inzwischen nur noch träge aus dem Fasse rieselte, ging es in die zweite Runde: Theken-Räkeln, Kerzen-Werfen und Mit-zusammengebundenen-Beinen-um-die-Wette-hüpfen – und Uninga schlug sich ein weiteres Mal äußerst wacker. Währenddessen brodelte schon der Gemüseeintopf fröhlich auf dem Feuer. Bevor der dritte Teil der olympischen Disziplinen in der Taverne stattfand, stärkten sich die Kämpfer mit dem leckeren Eintopf. Ignatz wäre stolz auf seine Truppe gewesen, hätte er nicht zur selben Zeit in einem anderen Teil des Landes für den Baron auf Hasenjagd gehen müssen. Schließlich ging es in die alles entscheidende Runde – die olympischen Disziplinen in der Taverne. Dazu gehörten: Spotten, Buhlen, Gedicht-Wettbewerb, Armdrücken, Kerzen-Ausrülpsen und Wandsitzen. Marquardt setzte sich beim Buhlen in einem spektakulären Finale gegen Rosie durch, Silas konnte durch seine einfühlsame Stimme beim Gedicht-Wettbewerb den Sieg erringen und Rosie gewann durch einen kleinen psychologischen Kunstgriff das Wand-Sitzen.
Nach dem Ende des Wettbewerbs verlief der Rest des Abends, wie wir Uningaren es lieben und schätzen: mit Bier, Schnaps und Gesang sowie der einen oder anderen Prise Schnupftabak von den verbogenen Fingern des Erasmus. Hätte sich an diesem Abend nicht ein Unseliger am Hasenfell der Schwankmaid vergriffen, wäre die Tavernen-Olympiade vermutlich ohne eine saftige Salzstrafe zu Ende gegangen – so aber folgte als Antwort auf Echelons ruhelose Hände eine üppige salzige Bestrafung, die ihn wohl nie vergessen lassen wird, womit Marquardt sein Geld verdient.

Uningarer Tafel

Doch noch immer wusste niemand um den Ausgang der Olympiade – wie hatte Uninga wohl abgeschnitten? Am nächsten Morgen lüftete der Commodore im Rahmen der offiziellen Siegerehrung das Geheimnis: Uninga hatte mit seinen wackeren Kämpfern und stolzen Gefährten die ersten Plätze belegt! Silas, Marquardt, Thade und Rosie wurden mit Ruhm und Ehre, Alkohol, Lederzeug und Waffen überschüttet. Und so endete ein weiteres Abenteuer der Uningaren rausch- und ruhmreich.

Und hier die siegreichen Recken im Überblick:
Thade: Über-die-Planke-Ziehen, Kerzenwerfen
Marquardt: Buhlen, Mit-zusammengebundenen-Beinen-um-die-Wette-hüpfen
Silas: Messerkampf, Gedichtwettbewerb, Kerzen-Ausrülpsen
Rosie: Theken-Räkeln, Baumstamm-Werfen, Wand-Sitzen

In der Gesamtwertung belegt damit Uninga die Plätze 1 - 4.

    1. Platz: Rosie (Uninga)
    2. Platz: Thade (Uninga)
    3. Platz: Silas (Uninga)
    4. Platz: Marquardt (Uninga)
    5. Platz: Kobold
    6. Platz: Auvanna

Sieger