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Die Götter der Uningaren

Die Uningaren kennen drei göttliche Gewalten: Anthior, Urunisha, Hephrenor. Es gibt allerdings keine Priester oder Götterkundige. Die Auslebung des Glaubens bleibt jedem frei überlassen.

Anthior ist Herr über das Wild und die dichten Wälder an den Hängen des Tals. Auch obliegt ihm das Wachsen und Gedeihen der Feldfrüchte. Seine Attribute sind Weisheit und Gerechtigkeit, weshalb der Ältesterat unter einer uralten, ihm heilig geltenden Eiche in der Ortsmitte von Uning tagt.

Herrin über alle Gewässer und das Wetter ist Urunisha. Sie gilt als die Frau Anthiors. Nur mit ihrer Hilfe ist es Anthior möglich, für eine reiche Ernte zu sorgen. Ihre Attribute sind Fruchtbarkeit und Neugier. Sie gilt als launisch, jedoch durch wohlwollende Gaben leicht zu besänftigen. Ihre heiligste Stätte ist ein Wasserfall im Südwesten des Tals.

Herr über alles Unbelebte ist Hephrenor, der tief unter den Bergen haust. Seine Attribute sind Tod und Stillstand, aber auch Stein und Erz und damit das Salz. Ihm wird an drei großen Monolithen im Osten des Tals geopfert. In den umgebenden Berghängen befinden sich auch die Begräbnisstätten der Uningaren. Die Toten werden in natürlichen Höhlen und künstlich gehauenen Löchern im Fels in seine Obhut übergeben.

Darüber hinaus finden Naturgeister, welche im Gefolge der drei stehen und in Berggipfeln, Bäumen und Bächen wohnen, Verehrung. Hohe Achtung wird den Ahnen der Uningaren durch die Lebenden zuteil. Denn ein verstorbener Uningare kann sich in die Reihen der Naturgeister begeben, als Diener einer der drei, und jeder möchte sich deren Wohlwollen gewiss sein.

Jeder Gewalt werden Opfer erbracht, so es einem nötig erscheint, um einer Bitte Ausdruck zu verleihen. Dem Angerufenen wird eine ihm angemessene Gabe dargebracht. Feste Rituale gibt es nur wenige. Dazu gehören eine Anrufung Anthiors am Beginn jeder Ratssitzung, Salzopfer bei Begräbnissen als Grabbeigabe und Opfer am Wasserfall in jedem Frühjahr, um für gutes Wetter und eine reichhaltige Ernte zu bitten.