Uningaren auf Reisen

Arikas Traum Acht - Rödental bei Coburg - 11. bis 14. August 2011

Reisegesellschaft: Lucius, Niob, Rosie, Silas

Silas wurde vom Baron beauftragt nach Talandor zu reisen, um zu ergründen, wie es beim letzten Besuch in Talandor dazu kommen konnte, dass Trimorer den uningarischen Salzhändler Marquardt mit einem verzauberten Amulett bestücken konnten und warum sie dies taten. Während der Haupttross also Richtung Osten aufbrach, wandten sich Silas Trinkgut, Lucius Feist, Niob, die Magd, und Rosie, die Schwankmaid, gen Süden nach Talandor.

In Revenshain bekamen sie dann auch einen Hinweis von einer Wache des hiesigen Sabatempels: Die Wache hatte einen Mann mit einem trimorischen Wappen um den Hals gesehen und erfahren, dass der Mann auf dem Weg nach Thir Aslan sei. Dies war der einzige Trimorer, der in den letzten Monaten in Revenshain gesehen worden war. Und so hieß es für Silas, Lucius, Niob und Rosie: Auf nach Thir Aslan!

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Der Himmel war wolkenverhangen und es lag eine leichte Schwüle in der Luft. Es hatte zwar aufgehört zu regnen, doch war der Boden schwer und fleischig. Die Uningaren durchquerten gerade ein Waldstück im Lande Talainth, welches mit Fels durchzogen war, als Silas inne hielt und seine Nase in die Luft reckte. Es roch nach Feuer, Essen und vor allem Bier. So folgten sie dem Geruch und kamen auf eine Lichtung, wo Feuer loderten, Zelt um Zelt sich aneinander reihte und die Gruppe direkt in die Taverne blicken konnte. Die Freunde blickten sich an und in jedem Gesicht war ein Lächeln zu finden. Ein Zwerg kam auf sie zu und lud sie ein, am Feste teilzunehmen: dem achten Jahrestage der Bardenakademie Airikas Traum. Alle, egal ob Mensch, Zwerg, Elf oder Elb, egal ob Seefahrer, Barde oder Magier, sollten eingeladen sein. Das Packpferd ließen sie zurück, schleppten ihre Habe und das Zelt an den zugewiesenen Platz und bauten zügig auf. Fleisch wurde auf den Rost geworfen und das erste kühle Bier geöffnet. Doch aufgrund der Strapazen des Tages klang der erste Tag ziemlich schnell aus. Und so schliefen die Unigaren in ihrem Zelt ein, bei wunderschönen Liedern aus der Taverne, die nicht weit ihres Lagerplatzes lag.

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Am nächsten Tag kam der Morgen sehr spät, doch umso wacher war die Reisegemeinschaft, um diesen Tag voll auszuschöpfen! Es wurde reichlich gefrühstückt und Lucius beobachtete so manchen stark behaarten Zwerg mit etwas Eifersucht. Doch nicht nur die Zwerge, sondern auch alles fliegende Getier, das kleiner war als ein Spatz. Denn anscheinend sind Zwensche auf solche Ungetiere äußerst allergisch. So wurde das Siebenspiel trainiert und das erste Bier geöffnet, bevor es das erste Mal in die Taverne ging, um dort noch eines zu trinken und die ansässigen Tavernenbetreiber im Siebenspiel auszunehmen. Dort erfuhren die Uningaren auch von HANS Schneckler, dem Landsknechthauptmann. Doch das ist eine andere Geschichte... Danach wurde wieder gekocht, denn die Uningaren waren hungrig. Und wer's glaubt oder nicht - die Kochkünste Niobs sind denen des Ignatz schon fast ebenbürtig! Ab und an weinte sogar der Himmel aufgrund des duftenden Inhalts des Topfes. Und nicht nur der, sondern auch das uningarische Wappen weinte rote Tränen. Wohl wegen denen, die in eine andere Richtung aufbrachen als RoSiLuNi. Natürlich wurde wie so oft zuviel gekocht und um die uningarische Gastfreundschaft in die Welt zu tragen, wurden schnurstracks die Neurotiker aus dem Nachbarzelt eingeladen, welche später noch ihre purpurnen Freundinnen an unser Zelt baten. So wurde Musik gemacht, gefeiert und getrunken. Silas, seines Zeichens Aushilfsbarde, wurde nun zum Gastmusiker. Am späten Abend zog es die uningarischen Männer natürlich wieder in die Taverne. Zusammen mit den Neurotikern und den Pupurnen tranken, sangen und musizierten sie, was das Zeug hielt. Lucius legte noch einen drauf und wurde zum KampftrinkZwerg, was er am nächsten Tage aufs bitterste bereuen sollte. Von Silas zurückgelassen, wissen nur die Götter, was Lucius noch getrieben hat...

Der Tag der Abreise war der erste Sonnentag und das Durchzählen ergab: eine Rosie mit dickem Bauch, eine Niob, die ein festgewachsenes Grinsen im Gesicht hatte, einen Silas, der zufrieden und frohen Mutes war, und einen Zwensch, den man an diesem Morgen eher als altersschwachen Sumpfoger betitulieren konnte. Doch war es für alle eine wunderschöne Rast. Es wurden viele Kontakte und Freundschaften geknüpft, neue Traditionen und alte Weltbilder assimiliert und weiter gegeben. So verabschiedeten sich die Uningaren bei allen neu gewonnen Freunden und machten sich weiter auf nach Thir Aslan.

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